• Berlusconi-Vertrauter zu sieben Jahren Haft verurteilt
    Ein Berufungsgericht in Palermo hat den Senator und Unternehmer Marcello dell'Utri, einen engen Vertrauten von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, zu sieben Jahren Haft wegen Mafia-Vertrickungen verurteilt. Das Urteil wurde nach sechstägigen Beratungen bekannt gegeben. 2004 war Dell'Utri zunächst zu neun Jahren verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte in zweiter Instanz elf Jahre gefordert, die Verteidigung Freispruch. Der Mitbegründer der Berlusconi-Partei Forza Italia war von einem reuigen Mafioso („pentito“) schwer belastet worden. Gaspare Spatuzza hatte sowohl Berlusconi als auch Dell'Utri beschuldigt, mit der Mafia Anfang der 1990er Jahre einen blutigen Pakt geschlossen zu haben, um sich den Einstieg in die Politik zu ermöglichen. Beide hatten die Vorwürfe stets abgestritten. Bei mehreren Attentaten in Rom, Florenz und Mailand kamen zwischen 1993 und 1994 zehn Menschen ums Leben, 93 wurden verletzt. Der Verteidiger Dell'Utris erklärte, die Vorwürfe seien durch das Urteil „endgültig begraben“ worden. Das Urteil bestätige die Mafiaverstrickungen nur bis 1992, was beweise, dass die Theorie eines Paktes zwischen Staat und Mafia Unsinn sei.
    Ein Berufungsgericht in Palermo hat den Senator und Unternehmer Marcello dell'Utri, einen engen Vertrauten von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, zu sieben Jahren Haft wegen Mafia-Vertrickungen verurteilt. Das Urteil wurde nach sechstägigen Beratungen bekannt gegeben. 2004 war Dell'Utri zunächst zu neun Jahren verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte in zweiter Instanz elf Jahre gefordert, die Verteidigung Freispruch. Der Mitbegründer der Berlusconi-Partei Forza Italia war von einem reuigen Mafioso („pentito“) schwer belastet worden. Gaspare Spatuzza hatte sowohl Berlusconi als auch Dell'Utri beschuldigt, mit der Mafia Anfang der 1990er Jahre einen blutigen Pakt geschlossen zu haben, um sich den Einstieg in die Politik zu ermöglichen. Beide hatten die Vorwürfe stets abgestritten. Bei mehreren Attentaten in Rom, Florenz und Mailand kamen zwischen 1993 und 1994 zehn Menschen ums Leben, 93 wurden verletzt. Der Verteidiger Dell'Utris erklärte, die Vorwürfe seien durch das Urteil „endgültig begraben“ worden. Das Urteil bestätige die Mafiaverstrickungen nur bis 1992, was beweise, dass die Theorie eines Paktes zwischen Staat und Mafia Unsinn sei.
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  • Meistgesuchter Mafioso Matteo Messina Denaro verhaftet
    Am 16.01.2023 gegen 10:00 Uhr wurde der seit 1993 flüchtige Mafioso Matteo Messina Denaro (60) in einer Privatklinik in Palermo von Spezialkräften der Carabinieri festgenommen. Er galt als Boss der sizilianischen Cosa Nostra und als meistgesuchter Verbrecher Italiens. Ihm werden Dutzende Morde zur Last gelegt, darunter die Bombenanschläge auf die Mafia-Jäger Giovanni Falcone und Paolo Borsellino 1992. Die Festnahme erfolgte auf Anordnung der Staatsanwälte Maurizio de Lucia und Paolo Guido. Messina Denaro wurde in eine Militärkaserne gebracht und soll in ein Hochsicherheitsgefängnis überführt werden.
    Am 16.01.2023 gegen 10:00 Uhr wurde der seit 1993 flüchtige Mafioso Matteo Messina Denaro (60) in einer Privatklinik in Palermo von Spezialkräften der Carabinieri festgenommen. Er galt als Boss der sizilianischen Cosa Nostra und als meistgesuchter Verbrecher Italiens. Ihm werden Dutzende Morde zur Last gelegt, darunter die Bombenanschläge auf die Mafia-Jäger Giovanni Falcone und Paolo Borsellino 1992. Die Festnahme erfolgte auf Anordnung der Staatsanwälte Maurizio de Lucia und Paolo Guido. Messina Denaro wurde in eine Militärkaserne gebracht und soll in ein Hochsicherheitsgefängnis überführt werden.
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