• Fahndung
    Mordprozess: Angeklagte in neue Widersprüche verwickelt

    Am 28. Verhandlungstag im Mordfall Fabian musste sich die 30-jährige Angeklagte einer erneuten Befragung durch den Vorsitzenden Richter Holger Schütt unterziehen. Laut Anklage soll die Frau den achtjährigen Fabian am 10. Oktober 2025 aus seiner Wohnung in Güstrow gelockt und anschließend an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich der Kleinstadt, erstochen und den Leichnam in Brand gesetzt haben. Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen. Die Angeklagte streitet eine Beteiligung an der Tat weiterhin ab. Der Richter konfrontierte sie mit zahlreichen Widersprüchen, etwa zu ihren Angaben, von ihren Großeltern zum Geldabheben in die Kleinstadt geschickt worden zu sein, die Bankkarte jedoch vergessen zu haben. Die Großeltern erklärten später, dass sie am Tattag den ganzen Vormittag zu Hause verbracht habe. Zudem sagte sie aus, das Geld einen Tag später abgeholt zu haben, doch laut Bankauszügen erfolgte bis in die Folgewoche keine Abholung. Der Richter warf ihr vor, den Vater des toten Jungen angelogen und falsche Angaben zu ihrem Verbleib am mutmaßlichen Tattag gemacht zu haben. Auch die Absprache eines Alibis für den Vormittag des Tattages irritierte den Richter, da das Treffen mit einem verheirateten Bekannten am Nachmittag stattfand und das Alibi nur bis 11.00 Uhr verabredet wurde. Hinsichtlich des Leichenfunds am 14. Oktober, den die Angeklagte der Polizei meldete und angab, die Leiche zufällig beim Spazierengehen entdeckt zu haben, blieben viele Fragen offen. Sie war bereits am Abend und in der Nacht zuvor mit zwei verschiedenen Bekannten am Fundort. Die Angeklagte gab an, ihre Bekannten mit der anfänglichen Falschaussage schützen zu wollen. Der Richter hinterfragte, warum sie am 13. Oktober binnen drei Stunden dem ersten Bekannten dreimal vorgeschlagen habe, auf einem Feld zu suchen. Die Angeklagte verwies auf Internetvideos, in denen Klein Upahl erwähnt worden sei, doch der Richter wandte ein, dass von einem Feld keine Rede gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr ständige Lügen vor, die Mutter Fabians als Nebenklägerin glaubt ihr nicht und fragte emotional: "Warum musste er sterben?", bevor das Gericht die Anwürfe als unzulässig unterbrach. Die Angeklagte beharrt: "Ich war es nicht." Die Verteidigung bescheinigte ihr zumindest das Bemühen um Wahrheit und begründete Irrtümer mit hoher emotionaler Belastung. Der Richter fasste zusammen: "Vieles stellt sich als unwahr heraus" und halte die Darstellung der Angeklagten nicht für schlüssig. #Mord #Koerperverletzung #FalscheAussage

    2026-09-15 12:56:09 GINA
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