Acht Hells Angels zu lebenslanger Haft verurteilt
Am 01.10.2019 hat das Berliner Landgericht acht der zehn Angeklagten in einem der bundesweit größten Rockerprozesse zu lebenslangen Gefängnisstrafen verurteilt. Sieben von ihnen wurden des gemeinschaftlichen Mordes schuldig gesprochen. Ein 35-Jähriger, der als Rockerchef der Hells Angels gilt und die tödlichen Schüsse in einem Wettbüro in Auftrag gegeben haben soll, wurde wegen Anstiftung zum Mord verurteilt. Ein weiterer Angeklagter erhielt wegen seiner Hilfe bei der Aufklärung des Falls eine zwölfjährige Haftstrafe. Der zehnte Angeklagte bekam eine geringe Strafe. Am 10.01.2014 waren 13 zum Teil vermummte Männer in ein Wettcafé im Berliner Stadtteil Reinickendorf eingedrungen. Der Mann an der Spitze feuerte im Hinterzimmer mit einer Pistole auf das Opfer. Sechs Kugeln trafen, der Mann starb noch im Café. Der Anschlag vor laufenden Überwachungskameras soll ein Racheakt für eine Schlägerei mit einem verletzten Hells-Angels-Rocker gewesen sein. Der Prozess dauerte knapp fünf Jahre, das Urteil wurde am 300. Verhandlungstag gefällt. Mehr als 370 Zeugen und Sachverständige waren gehört worden. Die meisten der deutschen und türkischen Angeklagten sitzen seit mehr als fünfeinhalb Jahren in Untersuchungshaft. Einige schwiegen im Prozess, andere bestritten einen Tötungsauftrag. In einem rechtlichen Hinweis des Landgerichts hieß es im Vorjahr, das Landeskriminalamt (LKA) habe gewusst, dass ein solcher Mord passieren könnte, jedoch keine ausreichenden Gegenmaßnahmen ergriffen. Die Staatsanwaltschaft leitete daher Ermittlungen gegen drei Beamte wegen Totschlags durch Unterlassen ein. Die Ermittlungen dauerten.
Am 01.10.2019 hat das Berliner Landgericht acht der zehn Angeklagten in einem der bundesweit größten Rockerprozesse zu lebenslangen Gefängnisstrafen verurteilt. Sieben von ihnen wurden des gemeinschaftlichen Mordes schuldig gesprochen. Ein 35-Jähriger, der als Rockerchef der Hells Angels gilt und die tödlichen Schüsse in einem Wettbüro in Auftrag gegeben haben soll, wurde wegen Anstiftung zum Mord verurteilt. Ein weiterer Angeklagter erhielt wegen seiner Hilfe bei der Aufklärung des Falls eine zwölfjährige Haftstrafe. Der zehnte Angeklagte bekam eine geringe Strafe. Am 10.01.2014 waren 13 zum Teil vermummte Männer in ein Wettcafé im Berliner Stadtteil Reinickendorf eingedrungen. Der Mann an der Spitze feuerte im Hinterzimmer mit einer Pistole auf das Opfer. Sechs Kugeln trafen, der Mann starb noch im Café. Der Anschlag vor laufenden Überwachungskameras soll ein Racheakt für eine Schlägerei mit einem verletzten Hells-Angels-Rocker gewesen sein. Der Prozess dauerte knapp fünf Jahre, das Urteil wurde am 300. Verhandlungstag gefällt. Mehr als 370 Zeugen und Sachverständige waren gehört worden. Die meisten der deutschen und türkischen Angeklagten sitzen seit mehr als fünfeinhalb Jahren in Untersuchungshaft. Einige schwiegen im Prozess, andere bestritten einen Tötungsauftrag. In einem rechtlichen Hinweis des Landgerichts hieß es im Vorjahr, das Landeskriminalamt (LKA) habe gewusst, dass ein solcher Mord passieren könnte, jedoch keine ausreichenden Gegenmaßnahmen ergriffen. Die Staatsanwaltschaft leitete daher Ermittlungen gegen drei Beamte wegen Totschlags durch Unterlassen ein. Die Ermittlungen dauerten.
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