• Fahndung
    Prozess gegen vier Männer wegen millionenschweren Abmahnbetrugs

    Am 15.09.2026 begann vor dem Landgericht Köln der Prozess gegen vier Männer, die tausende Porno-Fans abgezockt haben sollen. Die Angeklagten Daniel S. (48), Michael E. (62), Ralf R. (59) und Martin T. (51) sollen laut Anklage die IP-Adressen von Menschen abgegriffen haben, die sich im Internet Erwachsenenfilme ansahen. Ihren Opfern schickten sie demnach unrechtmäßige Abmahnschreiben, weil sie gegen Urheberrechte der Streifen verstoßen haben sollen. Pro erfolgreichem Betrug kassierten sie laut Anklage mindestens 250 Euro, insgesamt kamen mehr als 600.000 Euro zusammen. Der Betrugsfall wurde bereits 2013 in der sogenannten Urmann-Abmahnaffäre (auch „Redtube-Skandal“) bekannt, einer der größten Abmahnwellen der deutschen Internetgeschichte. Damals verschickte die Regensburger Kanzlei „Urmann + Collegen“ zehntausende Abmahnungen an Nutzer des Porno-Streamingportals Redtube. Auftraggeber war die Schweizer Firma The Archive AG, an der die vier jetzt angeklagten Männer beteiligt gewesen sein sollen. Die Verteidigung argumentierte, die Taten könnten verjährt sein, und kritisierte die „jahrelang unterbliebene Förderung“ des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft. Michael E. sprach von einem Albtraum und erklärte, ihm fehle das technische Wissen für Internet-Betrügereien. Martin T. bestreitet über seine Anwältin die Vorwürfe. Ein damals maßgeblich beteiligter mutmaßlicher Betrüger ist mittlerweile gestorben. Der Prozess wird fortgesetzt. #Betrug

    2026-09-17 10:01:13 | GINA | 250,00 €?
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