• Fahndung
    Quecksilberkontaminierter Blumenstrauß löst Großeinsatz aus

    Am 18.09.2026 gegen 15:00 Uhr erhielt eine 28-jährige ukrainische Frau in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Otto-Lilienthal-Straße in Neustadt-Glewe ein Paket mit einem Strauß roter Rosen, der mit Quecksilber kontaminiert war. Beim Öffnen des Kartons wurde eine silberne flüssige Substanz festgestellt. Spezialkräfte der Feuerwehr rückten in Chemikalienschutzanzügen aus, um die Blumen auf das hochgiftige Schwermetall zu untersuchen. Die 28-Jährige und eine weitere 19-jährige Frau klagten über Übelkeit und Kopfschmerzen und wurden ins Krankenhaus gebracht, konnten inzwischen aber wieder entlassen werden. Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab und evakuierte das Mehrfamilienhaus. Im Laufe des Samstagmorgens durften die Hausbewohner voraussichtlich in ihre Wohnungen zurückkehren, die Wohnung der 28-Jährigen bleibt jedoch vorerst gesperrt, um weitere Spuren zu sichern. Nach ersten Erkenntnissen hatte die Frau den Blumenstrauß bei einem Anbieter bestellt, den sie über Social Media entdeckt hatte. Die Blumen waren in einem Karton des Baumarkts Obi verpackt, mit dem Baumarkt besteht jedoch kein Zusammenhang. Die Polizei schließt einen Anschlag aus und geht davon aus, dass die Blumen mit dem Quecksilber für einen längeren Transport haltbar gemacht werden sollten. Aus welchem Land der Rosenstrauß stammt, ist bislang unbekannt.

    2026-09-19 07:31:07 | GINA |
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